Qualität durch Tradition

MÜLLERs Meister Axt

Werkzeuge mit einer lebenslangen Garantie

beim Hammerwerk Müller

Bei uns, der Firma Himmelberger Zeughammerwerk Leonhard Müller & Söhne GmbH, hat die Axtschmiedekunst noch Tradition. Seit 1675 werden Forstwerkzeuge von höchster Qualität hergestellt, die in zahlreichen, aufwendigen Arbeitsschritten, selbst heute noch, von Hand geschmiedet werden. In unserer Schmiede werden Werkzeuge für die Forstwirtschaft, den Landschaftsbau, als auch für das private Umfeld gefertigt. Althergebrachtes, sowie modernes Wissen und Können, bilden das Know-how, mit dem bereits seit vielen hunderten Jahren hochwertige Qualitätswerkzeuge aus Meisterhand geschmiedet werden.

Durch die Verbindung von Innovation und Tradition, garantieren unsere Müller-Werkzeuge ein leichtes und vor allem sicheres Arbeiten.

Die Schmiede

Video: Handgeschmiedet in Österreich

müller hammerwerk grafik

Erlebnis
schmiede

Die magische Welt des Schmiedens. Ein unvergessliches Erlebnis.

Einmal selbst den schweren Schmiedehammer auf den Stahl fallen lassen und live erleben, wie aus dem Stahl ein hochwertiges Werkzeug entsteht: Das ist der Traum vieler Menschen, der in unserer Erlebnisschmiede wahr wird. Dort machen Sie eine kleine Zeitreise und bedienen über 100 Jahre alte Schmiedehämmer, die von einem eigenen Flusskraftwerk angetrieben werden. Der Stahl kommt aus dem Erz der Berge in der Umgebung und das Holz für die Stiele wächst in der Nachbarschaft. In unserer Erlebnisschmiede produzieren Sie unter der fachkundigen Anleitung eines echten Schmiedemeisters daher nachhaltiges Werkzeug.

Hand- geschmiedet in Österreich

Über uns

Müller’s Traditionsgeschichte

Werkzeug kaufen Kärnten 1675

Legendär

Erste urkundliche Erwähnung der Müller-Schmiede im Jahr 1675. Unser Urahne Peter Müller werkt in der „Schmiede am Paalbach“.

Wo der Paalbach schäumend in die Mur mündet, steht rechts am buschig bewachsenen Ufer eine kleine rußverschmierte Schmiede. Die kleine Ortschaft heißt Steindorf im Bezirk Murau in der Steiermark.

Der Schmied heißt Peter Müller. Er ist Zeug- und Hackenschmied in einer Zeit der Kriege, Seuchen, Erbeben und der Pest. Und das Geschäft geht gut. Die Kunden sind die Bauern aus der Umgebung und fahrende Händler. Die Schmiede liegt direkt an der k. u. k. Hauptpost- und Kommerzialstraße, die längs der Mur durch das Murtal führt. Es ist die Verbindungsstraße über die Tauern nach Salzburg und weiter nach Norden zu den deutschen Handelsstätten. Die Region ist mit der großen Welt verbunden…

Urkunde aus 1785

Hochwertige Handwerkzeuge

Im Jahre 1785 verarbeitet Martin Müller den inzwischen weltberühmten Paaler Gussstahl zu hochwertigen Handwerkzeugen. In 1823 verlegt Georg Müller seine Schmiede wegen der weitaus günstigeren Bedingungen nach Turrach.

Die Industrialisierung erreicht Österreich. Der erste Mechanisierungsschub setzt in den Fabriken ein. Die Maschine beginnt den Menschen zurückzudrängen…Aber mit dem Aufkommen der Dampfmaschine kommt es zum Siegeszug der Eisenbahn, was den Bedarf an Eisen enorm steigert. Die „Eisenwurzen“ erlebt eine Blütezeit, Turrach wird ein Zentrum der Eisen- und Stahlerzeugung in Mitteleuropa. Dorthin zieht es auch die Müller-Schmiede. Martin Müller und sein Sohn Georg übersiedeln 1823. Es herrscht Aufbruchsstimmung. Eine neue Schmiede wird eingerichtet, der Vater übergibt an seinen Sohn Georg. Der Betrieb profitiert vom Aufschwung im Eisenwesen.

Müller Hammerwerk 1884

Nischenproduktion

Im Jahr 1884 findet Bartholomäus Müller in Himmelberg den Weg in die Nische.

Dem Aufstieg folgt der Niedergang. Die Dampfmaschine macht die Produktion unabhängig von den Wasserläufen. Neue Industriezentren entstehen im Osten (Böhmen und Mähren) dank großer Steinkohlevorkommen. Es kommt zu tief greifenden Umwälzungen in der gesamten Eisenindustrie der Region. Kriege und Weltwirtschaftskrise wechseln einander ab. Die Region wird wirtschaftliche Randlage und Schlusslicht in der Monarchie.

Bartholomäus Müller (Sohn Georgs) findet den Weg in die Nische. Er erwirbt im benachbarten Himmelberg eine Schmiedewerkstätte. Der Vorteil des neuen Standortes war der Bach. Die Tiebel friert im Winter nicht zu. Sie kommt mit plus 6 Grad aus dem Berg. Diese geologische Einzigartigkeit erlaubte es dem Betrieb auch im Winter zu produzieren. Die Produktion war somit keinen Schwankungen mehr unterworfen und konnte erheblich gesteigert werden.

Müller Hammerwerk 1901

Die Tradition wird zur Marke

1901 übernimmt Leonhard Müller die Schmiede und grenzt sich von den Produkten anderer Schmieden ab, indem er seine eigene Marke anmeldet. Leonhard ist der Großvater der heutigen Firmenbesitzer Seppi, Wolfgang und Leonhard. Er führt den Betrieb bis zu seinem Tod im Jahre 1954.Bemerkenswert war, dass er sein Werkzeug gleich mit einer Marke (IHS) versah, um sich von anderen Schmiedebetrieben abzugrenzen. Verkauft wurden diese Werkzeuge auf Märkten in der Region. Mit dem Fahrrad wurden Geschäftsreisen unternommen. So konnten Kunden bis Linz gewonnen werden.

Expansion 1911

Unternehmensexpansion & Erfolg

Leonhard Müller auf der Klagenfurter Handwerksausstellung im Jahr 1911.

Auszeichnung der Schmiede auf der Klagenfurter Handwerksausstellung im Jahr 1911 mit der Goldmedaille durch Erzherzog Carl Franz Joseph persönlich.

Die Schmiede brennt 1917

Die Schmiede brennt!

Ist es das Ende? Am 6. Dezember 1917 brennt die Schmiede durch die Unachtsamkeit eines Mitarbeiters vollkommen nieder.

Leonhard Müller steht vor den Trümmern seines Lebenswerkes. Der Schaden ist der höchstmögliche. An Wiederaufbau ist nicht zu denken, da weder Personal, noch Material in diesem letzten Kriegsjahr zu bekommen ist.
Der Krampustag 1917 ist ein schwarzer Tag in der Geschichte unseres Schmiedebetriebes. Aber die Schmiede steht wieder auf – aus rauchenden Trümmern. Es geht weiter…

Neuanfang 1918

Neubeginn

Leonhard Müller macht sich mit dem Pferdefuhrwerk auf die Reise, um Schmiedebetriebe zu besichtigen. Er kommt bis nach Obdach. Ein Abenteuer in klirrender Kälte, er kämpft gegen Wind, Wetter und Enttäuschungen. Endlich wird er fündig, ein stillstehendes Hammerwerk in Frantschach / St. Gertraud ist in Bausch und Bogen zu erwerben. Er zögert nicht lange – am 28.02.1918, nur 83 Tage nach dem Brand, wird der Kaufvertrag für die neue Schmiede unterzeichnet.

20er Jahre

Die wilden „20er“ Jahre

1928 wurde das Himmelberger Zeughammerwerk Leonhard MÜLLER als Einzelunternehmen ins Handelsregister eingetragen. Die gute Stimmung dieser Zeit schilderte Hilde (Tochter Leonhards): „1928 war ein gutes Jahr, da haben wir ein Auto bekommen. Einen Tatra 11. Führerschein hat es damals noch keinen gegeben. Der Vater hat nur eine Einschulung bekommen.“ Mit dem Auto wurden Kundenbesuche gemacht. Der Kundenstock steigt…
Mit dem Betrieb geht es aufwärts. 1929 hat der Betrieb bereits 20 Mitarbeiter. Aber nicht nur im Betrieb ist Leonhard Müller aktiv. Er engagiert sich auch in der Politik und ist bis 1937 Bürgermeister der Gemeinde Wölch.

Nachkriegszeit

Nachkriegszeit

Es folgen die Jahre des Wirtschaftsaufschwunges. Den „silbernen“ Fünfzigerjahren folgen die „goldenen“ Sechzigerjahre. 1949 übergibt Leonhard Müller den Betrieb an seine drei Söhne Pepi, Hans und Erwin. „Aller guten Dinge sind drei“, dachte er sich wohl und behielt recht. Er starb 1954.
Die drei Brüder führten sein Werk fort. Sie taten es auch mit Zähigkeit, Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit, Eigenschaften, die sie vom Vater geerbt hatten, immer darauf bedacht das Erbe fortzuführen.
Das Sortiment wurde auch durch Handelsprodukte systematisch erweitert und dem Betrieb wurde eine LKW- Werkstätte und ein Autohandel (Peugeot) angeschlossen.

Belegschaft heute

Heute

Im Jahr 1986 erfolgt die Übernahme des Hammerwerks durch die heute aktiven Firmeninhaber Josef, Wolfgang und Leonhard MÜLLER. Das Himmelberger Zeughammerwerk wird eine GmbH.
Der Betrieb konzentriert sich zunehmend wieder auf seine Kernkompetenz, das Schmiedehandwerk. Aus der Verschmelzung von Tradition, Innovation und Emotion entstehen neue Produkte und Projekte, wie die „Dynam-ax“, die „Trifffix“ oder das Projekt „MÜLLERs MeisterAxt“. Die Firma Müller beschäftigt 50 Mitarbeiter.